Rück- und Ausblick von Hans-Joachim Mehner

Liebe Leser des Gemeindebriefs,

wenn Ihr diese Zeilen lest, liegt 1 1/4 Jahr Vakanz hinter uns. Das bedeutet, dass wir in dieser Zeit keinen festen Pfarrer hatten. In diesem Zeitraum fehlten aber auch in dem gesamten Kirchenbezirk Chemnitz bis zu sechs Pfarrer.

Durch wirkliche Fügung ist unserer Gemeinde Pfarrer Jens Märker aus Grüna als Vakanzvertreter zugeteilt worden. Das war ein echtes Geschenk und wir Mitarbeiter und Kirchvorsteher möchten uns für die tolle Zusammenarbeit mit ihm noch einmal recht herzlich bedanken.

Es war eine sehr segensreiche Zeit, sicher nicht nur für uns.

Wobei wir auch gelernt haben, über unseren Tellerrand zu schauen, was ja in Zukunft in der Schwestergemeinde West notwendig sein wird. Grüna, Mittelbach und Rabenstein haben da schon einen großen Schritt zum Zusammengehen getan. Ich denke sehr gerne an die gemeinsamen Gottesdienste in Mittelbach und Rabenstein zurück.

Es ist aber in dieser Zeit vielleicht nicht alles so gelaufen, wie es sich ein mancher vorgestellt hat. Ein Grund war, dass wir Mitarbeiter ins kalte Wasser gesprungen sind und das Schwimmen erst einmal lernen mussten. Vieles, was Pfarrer Hamel in seiner Dienstzeit in aller Stille getan hat, wurde uns jetzt erst richtig bewusst und der Aufgaben sind viele!!! Ich denke, was uns wirklich durchgetragen hat in dieser Zeit, waren die zahlreichen Gebete in der Gemeinde. Wir konnten und können immer wieder aus Gottes reicher Kraftquelle schöpfen. Gerade auch wenn uns Fehler unterlaufen und die Kritik an uns groß ist. Die neue Jahreslosung heißt ja: "Ich glaube; hilf meinem Unglauben." Diese Losung hätte vergangenes Jahr für uns genau gepasst.

Wenn wir zurückschauen, wollen wir auch dankbar sein, dass wir für unseren neuen Pfarrer Martin Schanz eine wunderschön renovierte Dienstwohnung zur Verfügung stellen können. Ebenso denken wir an die vielen so unterschiedlichen Gottesdienste im letzten Jahr dankbar zurück. Diese waren doch immer gut besucht und so konnte Gottes Wort in Rabenstein fast jeden Sonntag verkündigt werden. Das war ein großes Geschenk, worüber man vielleicht gar nicht so nachgedacht hat. Persönlich muss ich sagen, hat mir die Vakanzzeit als Kirchenvorstandsvorsitzender viel Spaß gemacht. Es hat aber auch sehr viel Kraft gekostet und die Arbeit in der Gemeinde ist nicht immer leicht. Das liegt einfach daran, dass wir doch alle Menschen mit Vorund Nachteilen sind und wir es uns oft nicht leicht machen, einander als Geschwister anzunehmen. In Gottes Haus gibt es viele Wohnungen, auch für diejenigen, wo wir es vielleicht nicht denken. Wollen wir doch Gott das Richten überlassen!

Ganz besonders möchte ich unserem Friedhofsmeister Volker Heim danken, der mir immer den Rücken frei gehalten hat, was meinen Dienst auf dem Friedhof betraf, um mehr im Pfarrhaus tätig zu sein.

Dank auch an Elisabeth Kurth in der Kanzlei und danken möchte ich auch den Mitgliedern im Kirchenvorstand, mit deren Unterstützung Pfarrer Märker und ich immer rechnen konnten.

Nun beginnt am 1. Februar Pfarrer Martin Schanz seinen Dienst in unserer Gemeinde. Es gibt viel zu tun. Wir sollten aber auch daran denken, dass zu seinem Gemeindedienst mit 75% noch 25% Polizeiseelsorge gehören. Seien wir offen und ehrlich zu ihm und helfen wir dabei, in diese Gemeinde hinein zu wachsen.

Wir wollen Gott um seinen Segen und Kraft für Pfarrer Schanz und unsere Gemeinde bitten.

Es grüßt Euch ganz herzlich Hans-Joachim Mehner, KV- Vorsitzender und Kirchner