Andacht zum Monatsspruch September

August/September 2019

Was hülfe es dem Menschen, wenn er die ganze Welt gewönne und nähme doch Schaden an seiner Seele? Matthäus 16,26 

Wer kennt es nicht, das geflügelte Wort "Wie gewonnen so zerronnen". Natürlich haben wir andere im Blick. Die ganze Welt lag ihnen zu Füßen und dann schlagen sie hart auf. Aber mal ehrlich, hat es uns nicht auch schon erwischt? Da habe ich mir Wünsche erfüllt und irgendwann lag das Zeug nutzlos herum. In uns schlummert ein unstillbarer Hunger nach Neuem und Besserem. Jesus Christus hat damals seinen Nachfolgern und uns heute nicht madig gemacht, dass wir uns die ganze Welt beschnuppern, uns gute Dinge leisten und Freude daran haben. Wenn wir es dann aber hatten, merkten wir, da bleibt ein unerfüllter Rest. Ich muss an die Wendezeit denken. Auf den Demos haben wir Freiheit, Reisefreiheit, Pressefreiheit usw. eingefordert. Heute, 30 Jahre danach, sind die Menschen glücklich und zufrieden?? Ich behaupte, die Unzufriedenheit wird immer größer. Wir füllen unser Leben mit all den guten Angeboten, gleich welcher Art und sind übersättigt, aber unsere Seele verhungert. Wie sagt Jesus: Und nähme doch Schaden an seiner Seele! Unsere von Gott gegebene Seele will uns zu IHM bringen, weil wir dort die Erfüllung unserer Sehnsüchte erfahren. Wir haben kürzlich eine Glaubensschwester besucht, sie ist in jeder Beziehung auf fremde Hilfe angewiesen. Bei aller Schwachheit hat sie ein Verlangen nach Gottes Wort und hat uns auf ein Lied hingewiesen: "Ich bin durch die Welt gegangen" von Eleonore Fürstin von Reuß. Sie wollte damit deutlich machen: So war mein Leben. Sie hat in ihrer Jugend Jesus kennengelernt, aber ganze Sache mit IHM machen? Das engt das Leben ein. Wie viele haben so gehandelt. Ihr ist es im Alter geschenkt worden ihren Heiland wiederzufinden, welch ein Gnadengeschenk. Es lohnt sich dieses Lied in Ruhe zu lesen bzw. zu singen. Dieser Text passt in jede Zeit. Die letzten beiden Verse geben unserer lieben Schwester Trost und Geborgenheit: "Es ist eine Ruh vorhanden für das arme müde Herz; (...) Es ist eine Ruh gefunden für alle (...) in des Gottes Lammes Wunden am Kreuz auf Golgatha." Ich halte es mit einem Wort aus Psalm 62: Bei Gott allein finde ich Ruhe für meine Seele. Bei aller Unruhe, die der Alltag mit sich bringt, ist dieses Wort ein großer erfahrbarer Gewinn. Ich möchte mir und uns allen immer wieder ins Herz schreiben: Wir dürfen Gott beim Wort nehmen!

Euer Siegfried Richter

 

Monatsandacht für Kinder

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