Andacht zum Monatsspruch Juli

August / September

Liebe Schwestern und Brüder, der Sommer ist in vollem Gange und Urlaubsreisen, dem Herrn sei Dank, möglich. Einige waren schon unterwegs, andere werden noch fahren und manch einer bleibt zu Hause. Wir sind oft unterwegs. Wir lieben die Einsamkeit und ich, wie schon manche wissen, besonders die Moore. In Schweden sind sie oft weg- und steglos. Nun wollten wir wieder so ein Moor durchwandern. Da war zunächst ein ganz ansehnlicher Bretterweg, doch dann wurden die Bohlen morsch und gaben nach. Plötzlich war der Weg im Nassen zu Ende. Der Weg zurück war im einheitlichen Grün und Braun nicht zu finden und Panik machte sich breit. Dann sah ich im Fernglas ein Bohlenbrett. Wir nahmen allen Mut zusammen und überwanden die heikle Strecke. Nach einem Sprung hatten wir den rettenden Steg erreicht, der uns sicher ans Ziel trug.

Es ist wie ein Gehen mit unserem Herrn. Mir fiel die Bibelstelle ein, wo Jesus sagt: "Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater denn durch mich.“ Wie oft kommen wir vom Weg ab oder fallen auf falsche Propheten herein? Die Irrlichter der Welt schwirren umher, führen ins trügerische Nichts und der Lebensweg ist einfach weg. Die Coronazeit hätte lehren können, wie schnell Sicherheiten wegfallen, man anfällig für verschiedene "Ratgeber" wird und alles nur negativ gesehen wird. Es gibt schlimme Erlebnisse in dieser Zeit, aber ich merke, dass wir oft undankbar für Selbstverständliches sind. Es fehlt an Demut, unangenehme Dinge anzunehmen. Viele haben den Weg verloren und suchen im Grundlosen nach Glück und Antworten. Sie sehen den rettenden Steg nicht. Lasst uns diesen Menschen helfen, den Weg wiederzufinden!

Gott möchte nicht, dass wir im Moor versinken. Er ist Mensch geworden, um mit uns zu gehen. Einfache Wege, aber auch scheinbar weglose. Er will uns an Stellen tragen, wo wir keinen Weg sehen. Wie im schönen Gedicht "Spuren im Sand". Das Wichtigste ist, dass wir auch in ausweglosen Situationen zum Herrn beten, im Kontakt mit Jesus bleiben. Dabei hilft das Lesen der Bibel, der Losung oder tägliche Bibellesen und auch der sonntägliche Gottesdienst. Ich denke, gerade jetzt im Sommer nach den Lockerungen, sollten wir jeden Tag in Dankbarkeit leben, auch wenn es unschöne Dinge gibt, die uns belasten. Das ist LEBEN. Wir wissen, es gibt jemanden, der uns liebt, trägt und uns den Weg weist: Unser Herr Jesus Christus. Ich wünsche Euch eine gesegnete Zeit. Habt einander lieb, wie es unser Herr tut!

Es grüßt Euch ganz herzlich Hans-Joachim Mehner

Monatsandacht für Kinder

 Andacht fuer Kinder

Foto: privat